Am heutigen Dienstag hat Youtube die Kanäle von RT DE mit 614.000 Abonnenten und Der Fehlende Part mit über 150.000 Abonnenten gelöscht. Begründung seien „schwere oder wiederholte“ Verstöße gegen die Community Richtlinien. Mit über 547 Millionen Zugriffen war der Kanal eines der größten Nachrichtenportale in Deutschland. Alleine im August rangierte der Kanal mit 19,6 Mio. Videoaufrufen auf Platz 5 der größten Nachrichtensender.

Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl erhielt der russische Sender eine einwöchige Sperre durch eine Videolöschung. Anschließend wurde der Kanal Der Fehlende Part benutzt, um die Inhalte von RT DE zu veröffentlichen. Dies verstößt ebenfalls gegen die Community Richtlinien.

Ein Sprecher von Youtube äußerte sich folgendermaßen.

Während dieser Suspendierung hat RT DE versucht, diese Einschränkung zu umgehen, in dem sie einen anderen YouTube-Kanal für den Upload ihrer Videos nutzten.“

Quelle RT DE

RT DE, der in Berlin seinen Hauptsitz hat, musste in der Vergangenheit des Öfteren Kanalsperren erdulden, gegen die der Sender gerichtlich vorging. Rechtfertigung von Youtube seien immer wieder medizinische Fehlinformationen gewesen, die in den Videos verbreitet wurden.

Schon 2 Tage vor der Bundestagswahl verschickte Google/Youtube an seine Kanalbetreiber eine Email, in der reine Fehlinformationen oder Spekulationen um einen möglichen Wahlbetrug sofort sanktioniert werden. Journalist Anselm Lenz hat bereits einen Tag vor der Wahl ein Statement zu dieser Reglung auf unserem Kanal veröffentlicht. (siehe Video unten)

Bereits im letzten Jahr wurden weltweit Millionen von Videos entfernt und tausende Kanäle gelöscht. In Deutschland traf es unter anderen die Kanäle von Unternehmer Samuel Eckert mit rund 150.000 Abonnenten und das alternative Nachrichtenformat KenFm mit über 500.000.

Der Verein Anwälte für Aufklärung hat in den letzten Monaten mehrmals betont, dass bei großen Konzernen eine Drittwirkung von Grundrechten zur Anwendung kommt und sich Google und andere Social Media Plattformen an das Grundgesetz Art. 5 „Die freie Meinungsäußerung“ zu halten haben. Der Regierungssprecher Steffen Seibert erwähnt regelmäßig die Bedeutsamkeit der freien Meinungsäußerung, unterstützt jedoch Medienvertreter nicht, die unter der Zensur zu leiden haben.

Mit diesen erschreckenden Nachrichten setzt die Zensurwelle in Deutschland weiter fort. Es ist davon auszugehen, dass RT DE gegen die Löschung der Kanäle klagen wird. Ob sich allerdings die deutschen Gerichte, die sich seit der Corona Krise als regierungs- und konzernkonform gezeigt haben, für Art. 5 Grundgesetz entscheiden, ist mehr als fraglich.

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